FDP.Die Liberalen
Kanton Zürich
Kanton Zürich
16.10.2017

Mehr Bahn für Winterthur und den Kanton

Seit längerer Zeit setzt sich die FDP für eine möglichst rasche Realisierung des Brüttener Tunnels zur Entlastung des Schienenengpasses zwischen Winterthur und Zürich ein. Umso erfreulicher ist jetzt die Botschaft aus Bern, dass der Bundesrat in seiner nun zur Vernehmlassung verabschiedeten Vorlage für den nächsten Schritt zum Bahnausbau 2030/2035 den Brüttener Tunnel und den Ausbau des Bahnhofs Stadelhofen in erster Priorität vorsieht.

Mehr Bahn für Winterthur und den Kanton

Nachdem der Kantonsrat Ende 2011 eine Standesinitiative der FDP für den Brüttener Eisenbahntunnel angenommen hatte und National- und Ständert die Projektierung in die FABI-Vorlage (Finanzierung Ausbau Bahninfrastruktur) aufgenommen hatten, der das Volk am 9. Februar 2014 mit 62% zustimmte, hat jetzt der Bundesrat die nächsten Weichen gestellt. Der Brüttener Tunnel ist für den Bahnausbauschritt 2035 vorgesehen.  

Für Winterthur und die Ostschweiz bedeutend

Der Bahnkorridor Winterthur-Zürich gehört zu den meistbelasteten Bahnstrecken der Schweiz. Die bestehenden Trassees sind bereits heute bis aufs Äusserste belegt. Rund 80‘000 Fahrgäste und 500 Züge verkehren täglich durch das Nadelöhr Kemptthal zwischen Zürich und Winterthur. Bis 2030 erwarten die SBB gar eine Verdoppelung der Züge. Eine zukunftsgerichtete Lösung ist dringend notwendig. Der Tunnel erlaubt höhere Geschwindigkeiten und führt zu kürzeren Reisezeiten. Zürich oder der Flughafen werden von St. Gallen aus in weniger als einer Stunde erreichbar. Damit verbunden ist eine wesentliche Verbesserung der Anschlüsse von der Ost- in die Westschweiz. Die Bevölkerung entlang der heutigen Schienenführung durch Effretikon wird von Lärm entlastet. Im Falle von groben Störungen oder Unterbrüchen besteht mit dem Tunnel eine Alternativroute.

Investitionen für Zürich Stadelhofen

Da die Nachfrage im Bahnverkehr in den nächsten Jahrzehnten stark wächst, schlägt der Bundesrat bis 2035 Investitionen im Umfang von 11,5 Milliarden Franken vor. Diese dienen dazu, das Angebot auf stark überlasteten Strecken zu verbessern. Zu den Projekten, die im Ausbauschritt 2035 enthalten sind, gehören neben dem Brüttener Tunnel, der Zimmerberg-Basistunnel II sowie das vierte Gleis im Bahnhof Zürich Stadelhofen. Der Kanton Zürich steht für einmal im Fokus der Investitionsplanungen in Bern. Zürich ist landesweit die Region mit dem meisten Bahnverkehr, aber auch mit dem grössten Ausbaubedarf. Nirgends besteht derzeit so grosser Investitionsbedarf wie an den Engpässen im Grossraum Zürich – Winterthur. Die Verbindung zwischen Zürich und Winterthur ist der fahrgaststärkste Bahnkorridor der Schweiz und auch ein wichtiger Güterverkehrskorridor. Der wachsende Verkehr kann nur mittels Kombination des Brüttener Tunnels und des Ausbaus Stadelhofen bewältigt werden. Beide Projekte müssen realisiert werden.  

Die FDP hat im Kantonsrat in den letzten Jahren die Kredite Ausbau der Eisenbahn, insbesondere auch die vierte Teilergänzung der S-Bahn, von der Winterthur viel profitiert. Eine gut funktionierende Bahnverbindung ist ebenso wie möglichst staufreie Strassen wichtig für Gesellschaft und Wirtschaft.